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come to the rainbow :: Regenbogenfische :: Krankheiten

Krankheiten entstehen bei Regenbogenfischen vor allem durch Streß. Daß Streß direkt die Abwehrkraft gegen Infektionen schwächt, wurde schon 1970 von Wedemeyer nachgewiesen. Und es gibt viele Arten von Streß, meist umweltbedingt.

Als Streßfaktoren für Fische gelten: große oder häufige Temperatur schwankungen, nicht der Art entsprechende Wasserwerte, unsauberes Wasser, Überbesetzung, durch Ausscheidungen belastetes Wasser, falsche Ernährung, Transport und Umsetzen, zu starke Wasserbewegung, Quarantäne in nicht eingerichteten Becken. Und auch die Angst ist ein entscheidender Streßfaktor. So führen Arbeiten im Aquarium, das Fangen von Fischen, Revierkämpfe und auch schnelle Bewegungen vor dem Becken bei den Tieren zu Streß. Es sollte daher in jedem Aquarium genügend Versteck und Rückzugsmöglichkeiten für die Fische geben, und im Sinne eines jeden Aquarianers sein, seine Fische so artgerecht wie möglich zu halten um ihnen Streß weitestgehend zu ersparen.

Regenbogenfische sind, vor allem im Alter und bei oben genannten Faktoren recht streßanfällig. Häufig kommt es unter diesen zu Verpilzungen oder Geschwürbildungen. Treten Geschwüre auf, ist der Fisch sofort in Quarantäne zu setzten. Eine Behandlung kann mit FMC bei Verpilzungen oder Nifurpirinol bei Geschwüren erfolgen. Die Heilung von Geschwüren ist sehr schwierig und meistens vergeblich, vor allem stärker befallene Fische sterben meist nach ein paar Wochen.

Fisch mit Geschwüren Die Geschwürbildung ist auf Erreger der Fischtuberkulose zurückzuführen.
Fischtuberkuloseerreger können grundsätzlich in jedem Aquarium vorhanden sein(Bodengrund, Filterschlamm usw.), breiten sich jedoch nur bei Fischen mit mangelnden Abwehrkräften aus, weshalb der Faktor Streß hier so wichtig ist. Infizierte Fische zeigen entweder die Geschwürbildung (meistens durch Streß verursacht) oder sterben in unregelmäßigen Abständen ohne äußere Anzeichen (letzteres bei allgemein schlechten Hälterungsbedingungen).

Fischtuberkulose ist weit verbreitet, viele ältere Fische sind befallen ohne daß Symptome erkennbar sind. Neben dieser schleichenden Form gibt es auch die akute: die Fische sterben alle sehr schnell. Jedoch ist die schleichende Form der Fischtuberkulose die häufigste.

Einzige Vorbeugung ist deshalb eine gute Hygiene und Streßminderung bei den Fischen. Denn in richtig geführten Aquarien können sich die Erreger nicht weiter verbreiten bzw. den Fischbesatz infizieren.

Viele Bücher über Fischkrankheiten berichten über eine mögliche Ansteckungsgefahr für den Menschen. Fischtuberkulose ist nicht auf den Menschen übertragbar jedoch können die Erreger zu Hautreizungen, oder, in offene Wunden gelangt, zu sehr schlecht heilenden Entzündungen führen. Man sollte deshalb vermeiden, in einem stark befallenen Becken zu hantieren.

Es ist auch beim Kauf darauf zu achten, daß sich die Fische in gutem Zustand befinden und nicht schon erkrankt sind.



Jegliche Haftung und Gewähr, für die in diesem Bericht befindlichen Anleitungen, Vorschläge und Rezepturen, ist seitens des Autors für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ausgeschlossen.


Nachschlagewerke:
Kosmos Verlag Dieter Untergasser:
Krankheiten der Aquarienfische
Naturbuch Verlag Gerald Bassleer:
Bildatlas der Fischkrankheiten